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2012-05-23

Google Art Project mit Wiener Museen

Das Google Art Project zeigt jetzt die Werke von 3 berühmten Wiener Museen. Seit Anfang April 2012 kann man auf Google Art Project virtuelle Rundgänge im Kunsthistorischen Museum Wien (KHM), im Leopold-Museum und durch die Albertina machen.
Viele Sammlungsstücke sind über Einzelansichten und per virtuellem Rundgang durch die Ausstellungssäle zu erkunden. Jedes der Bilder besteht aus ca. 7 Mrd. Pixeln, so dass dem Betrachter Eindrücke in Pinselstrich und Patina der Werke möglich sind, die mit dem bloßen Auge im Museum nicht möglich wären.

2011-01-28

Roy Lichtenstein - Black & White in der Albertina Wien

Die erste Ausstellung der Albertina Wien im Jahr 2011 ist dem Pop-Art-Künstler Roy Lichtenstein gewidmet. Die Ausstellung "Roy Lichtenstein - Black & White 1961 - 1968" zeigt von 28.1. bis 15.5.2011 eine Kombination von 59 Zeichnungen und 17 Gemälden des Künstlers.   

"Der Höhepunkt dieser Ausstellung ist ihre Existenz", meint Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder: "Die gezeigten Werke stammen aus der frühen Schaffensphase von Roy Lichtenstein und wurden so weltweit noch nie gezeigt."

80 Prozent der in der Albertina ausgestellten Lichtenstein-Zeichnungen stammen aus der Zeit von Lichtensteins künsterlischem  Durchbruchs im Jahr 1961. "Lichtenstein war fast 40 Jahre alt, als er in diesem Jahr sein legendäres Gemälde 'Look Mickey' malte", so Schröder. Erstmals übersetzte er damit einen Cartoon in das monumentale Format.
"Seither handelte es sich um keine traditionellen Stillleben, sondern um ein befreites Phathos von sinntriefender Kunst", so Schröder. "Denn Lichtenstein vollzog damals eine Wende weg von den subjektiven Zeichenstrichen hin zu einer Kunst, die geprägt ist von der industriellen Massendistribution."
In der Folge schuf Lichtenstein zwischen 1961 und 1968 etwa 70 stilistisch und thematisch völlig neuartige Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Parallel dazu entstanden Schwarz-Weiß-Gemälde, die vom Sujet her den Zeichnungen sehr nahe stehen. Allerdings stellen sie keine Vorstudien für die Leinwandwerke dar, sondern bilden eine unabhängige Werkgruppe.
"Dadurch veränderte der Künstler die Qualität und Aussage des Darstellungsgegenstandes", so Schröder. Neben Comicstrips dienten ihm dabei auch Illustrationen und Kleinanzeigen in Zeitungen, Alltagsgegenstände wie Türen, Golfbälle und Steaks als Vorlage.
Roy Lichtenstein, der heute gemeinsam mit Andy Warhol als wichtigster Vertreter der Pop-Art gilt, wurde 1923 in New York geboren. Im Sommer 1939 besuchte Lichtenstein die Kurse der Art Students League bei Reginald Marsh. Sein Vorbild in dieser Zeit war Pablo Picasso, dessen blaue und rosa Periode Lichtensteins frühe Werke stark beeinflussten. Von 1951 bis 1957 war er Zeichenlehrer an der Ohio State University in Cleveland. Erst um 1960 fand Lichtenstein zu seiner typischen Malweise. Ab 1990 entstanden zudem plastische Werke. Lichtenstein starb 1997 in New York.
Mit der Auflösung von "Low Art" und "High Art" in den 1960er Jahren wandelte sich zudem der Stellenwert der Koloristik: Die Farbe setzte in der Malerei keine Akzente mehr, sondern wurde zu einem kalkulierten Ausdrucksmittel.

"Der farbige Transformationsprozess findet bei Roy Lichtenstein in beide Richtungen statt - sowohl vom Farblichen in das Schwarz-Weiße als auch umgekehrt - und steht für einen radikalen Bruch mit der Tradition in seinem Werk", so Schröder.
Die Ausstellung in der Albertina ist laut Schröder so konzipiert, dass sie einer strengen chronologischen Linie folgt und Lichtensteins Schaffensprozess den Besuchern nachvollziehbar macht.

2010-03-08

Markus Lüpertz in der Albertina Wien

Markus Lüpertz in der Albertina Wien: Austellung "Metamorphosen der Weltgeschichte" von 11. März  - 6. Juni 2010
Markus Lüpertz (*1941) zählt seit Langem zu den international bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart.Die Präsentation in der Albertina fokussiert zentrale Themen seines Gesamtwerks und ermöglicht mit einem retrospektiven Blick eine spannende Annäherung an den Schaffensprozess Malers, Grafikers und Bildhauers: Deutsche Motive, Akte und die Auseinandersetzung mit Sujets der klassischen Kunst -und Kulturgeschichte werden in einer repräsentativen Auswahl von ca. 100 Arbeiten sowie 7 Bozzetti zur Skulptur „Daphne“ (2002-2005) gezeigt.
Den Kern der Ausstellung bilden rund 15 - bislang selten präsentierte - monumentale Werke auf Karton, wie sie seit den 1960er-Jahren entstehen und Schlüsselpositionen im Werk von Markus Lüpertz einnehmen. Die Zusammenstellung spannt den Bogen bis hin zu aktuellen Werkgruppen und berücksichtigt besonders das medienübergreifende Gestaltungsprinzip von Markus Lüpertz.

2010-01-04

Andy Warhol: CARS in der Albertina Wien

Andy Warhol: CARS - Werke aus der Daimler Kunstsammlung von 22.1. bis 16.5. 2010 in der Albertina, Wien.
Die Kunstausstellung in der Albertina in Wien (Eröffnung: 21.1., 18.30) zeigt einen Ausschnitt aus dem großen Gesamtwerk des Pop-Art-Künstlers Andy Warhol. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1987 schuf Andy Warhol seine letzte Serie von Werken im Auftrag der Daimler Kunst Sammlung. Der 40, zum Teil großflächigen Arbeiten umfassende Werkkomplex stellt einen der Höhepunkte dieses wichtigsten Vertreters der Pop Art dar. Grelle Ansichten werden auf die Geschichte des Autos geboten, von den ersten Automobilen um 1900 bis hin zu den modernsten Rennautos. Die Serie von Andy Warhol wird ergänzt durch großflächige Arbeiten von Robert Longo sowie eine 5 Meter große Video-Installation von Sylvie Fleury, ein erotisches Ballett über den Produktionsprozess eines Autos.


Andy Warhol, Mercedes-Benz 300 SL Coupé, 1986, Graphit auf Papier 

2010-01-01

Das Albertina-Rätsel

Aufgedeckt! Das Albertina-Rätsel: Alles über das unterirdische Geheimdepot von Direktor Klaus Albrecht Schröder in bzw. unter der Albertina Wien.


Zum Vergößern auf Bild clicken / click to enlarge!
(Quelle: Falter, Best of Böse, 52/2009)

2009-10-12

Brus & Rainer - Am Horizont der Dinge

Mit der Ausstellung "Brus & Rainer - Am Horizont der Sinne - Am Horizont der Dinge" widmet die Albertina Wien den beiden österreichischen Künstlern Arnulf Rainer (*1929) und Günter Brus (*1938) eine spannende Werkschau (14.10.2009 - 10.1.2010).
Im Jahr 2008 entstand ein Konvolut von 70 Gemeinschaftsarbeiten in Mischtechnik. Zunächst überarbeitete Arnulf Rainer die Blätter malerisch, mit denen dann anschließend Günter Brus in einen zeichnerischen wie auch literarischen Diskurs trat. Die darin enthaltene zehnteilige Bilddichtung "Am Horizont der Dinge - am Horizont der Sinne“ gibt der Ausstellung und ihrer Publikation den Titel. Bereits 1986 waren unter dem Titel "Vertiefung mit Bewölkung" Gemeinschaftsarbeiten der beiden Künstler publiziert worden.
Auch diesmal arbeiteten Rainer & Brus zeitversetzt und jeweils unabhängig voneinander an dem Konvolut. Mit Ausnahme des Coverblattes traten sie somit nicht in eine unmittelbare Zwiesprache. Die Grenzen zwischen Brus’ "Bild-Dichtungen" und Rainers Übermalungen verfließen. Thematisch aufeinander bezogene Gruppen wechseln sich mit Einzelblättern ohne vorgegebene Ordnung ab. Das Ergebnis zeichnet sich durch einen sensiblen Dialog zwischen den vielfältigen und differenzierten Formensprachen der beiden Künstler aus. Für diese Ausstellung sind Werke entstanden, die zwischen einer fast arkadisch anmutenden Leichtigkeit und einer abgeklärten, teils heiteren Welt pendeln. Beide Künstler erlauben sich Zitate aus der Kunstgeschichte und aus ihrem eigenen Werk und beziehen sich dabei auf ihre Vorlieben für Musik und Literatur, Malerei und Theater, Flora und Fauna.