Posts mit dem Label Kunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kunst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2015-09-14

Save the Date: Vienna Art Week 2015

Unter dem Motto „Creating Common Good“ bietet die 11. Ausgabe der Vienna Art Week von 16. bis 22. November 2015 wieder einen umfassenden Einblick in das vielfältige Wiener Kunstgeschehen. „Creating Common Good“ stellt das hochaktuelle Thema Gemeinwohl ins Zentrum der Kunstwoche.
Künstler beschäftigen sich zusehends mit Aspekten und Möglichkeiten anderer, auf Gemeinschaft basierender Systeme. „Uns hat bei der Themenwahl interessiert, mit welchen Fragen und in welcher Form sich Künstlerinnen und Künstler alternativen Modellen von Ökonomie, Umwelt und Gesellschaft nähern“, so der Künstlerische Leiter der Vienna Art Week Robert Punkenhofer.

Auf dem Programm der Vienna Art Week 2015 stehen zahlreiche Ausstellungen, Eröffnungen, Vorträge, Rundgänge und Touren, Performances, Gespräche und Diskussionen. Für das Festival schließen sich jedes Jahr die wichtigsten Kunstinstitutionen und Galerien ebenso wie unabhängige Ausstellungsräume und Off-Spaces zusammen.

2010-03-11

Geier am Grabe van Goghs

"Geier am Grabe van Goghs" mit dem wundervollen Untertitel "Und andere hässliche Geschichten aus der Welt der schönen Künste" ist das dritte Buch von Steen T. Kittl und Christian Saehrendt.
Das Autorem-Team war in den letzten Jahren bereits mit den launigen und kurzweiligen Büchern "Das kann ich auch! Gebrauchsanweisung für moderne Kunst" und "Das sagt mir was: Sprachführer Kunst" in den Bestseller-Listen vertreten.
Und worum geht es im neuen Buch? Um "grausame Schicksale", um "Pornografie und Blasphemie, Denunziation und Opportunismus" und, na klar, um ein bisschen "Mord und Totschlag" in der schönen Welt der Künste.
Ist die Geschichte der modernen Kunst wirklich eine einzige Erfolgsstory genialer Künstlerhelden und epochaler Meisterwerke?  Die Autoren beleuchten die Kehrseite der schönen Kunst, die genauso verrückt, brutal und tödlich sein kann wie das echte Leben.
Das neue Buch Geier am Grabe van Goghs handelt von verbrecherischen Machenschaften und zerstörerischen Attacken. Von Pornografie und Blasphemie, Denunziation und Opportunismus, von Mord und Totschlag im Reich der Kunst. Wer kennt schon die Machenschaften des Dr. Gachet, der durch das berühmte Porträt aus Vincent van Goghs Hand in die Kunstgeschichte einging? Wer weiß, warum er den schwer verletzten van Gogh nicht behandelte und dass er sich schamlos an seinem Nachlass bereicherte?
Ein geniales Kunstgeschichten-Lesebuch zum Gruseln und Empören, zum Kopfschütteln und Fragen stellen - das darüber hinaus kenntnisreich und unterhaltsam die Hintergründe des modernen Kunstbetriebs beleuchtet!

2010-01-17

Sammeln wir die falsche Kunst?

"Die Geschichte des Kunstsammelns ist eine Geschichte der Fehlurteile. Denken wir nur an Monet, Cézanne, Gauguin oder van Gogh – sie alle wurden zu ihrer Zeit verkannt. Unter den damals von Kunstkennern ausgewählten Werken für die berühmten Pariser Salons des 19. Jahrhunderts findet sich kaum ein – aus heutiger Sicht – bedeutendes Werk. Weder die Realisten noch die Impressionisten fanden Anerkennung.
Die Gefahr, dass auch unsere Gegenwart an den wirklichen Meisterwerken vorbeisammelt, ist nicht zu leugnen. Doch das scheint keinen Galeristen, keinen Sammler zu irritieren. Sie alle glauben, die größten Künstler unserer Zeit erkannt zu haben, und widmen ihnen ganze Säle, weil doch die anderen Sammler und Galeristen (und alsbald Museen) dieselben Künstler sammeln. Warhol und Twombly, Richter und Kiefer, Hirst und Koons, Rauch und Doig sind die Heiligen unserer Tage, und ihre Werke werden verehrt wie die Schwarze Madonna von Tschenstochau." (...) Interessanter Artikel von Peter Raue in der Zeit-Online.

2009-12-08

Salon Österreich - Berlin meets Vienna

In der temporären Ausstellung „Salon Österreich“ - Berlin meets Vienna - werden vom 10. Dezember bis zum 20. Dezember 2009 die Arbeiten von rund 30 Berliner Künstlern zu dem Thema „Österreich“ zu sehen sein. (Eröffnung: Donnerstag, 10.12.2009, 19 Uhr, Afterparty I ab 22.00 im Sass)
Sowohl etablierte Positionen (u.a. Christian Jankowski, Frank Nitsche, Jorinde Voigt, Ralf Ziervogel und Gregor Hildebrandt) als auch noch zu „entdeckende“ Künstler zeigen im Salon Österreich Kunstwerke, welche die Klischees, die Missverständnisse, die Stärken und Schwächen als auch die historischen Divergenzen und Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern Deutschland und Österreich thematisieren.
Berlin gilt derzeit als „en vogue“ und jung. Die Ausstellungen sind dort oft an ungewöhnlichen Orten. Diese in Berlin gängige Ausstellungsidee wird mit dem Salon Österreich auf Wien übertragen, ein Dialog zwischen den beiden Künstlerwelten - Berlin und Wien – hergestellt, um schließlich diesen in einem typisch österreichischen Bürgerhaus darzustellen. Derartige Häuser gibt es in Berlin nur noch selten. So wird beim Salon Österreich in Wien sowohl von den Künstlern selbst, als auch von dem Austragungsort ein einzigartiger Kontrast zwischen Zeitgeist und Geschichte im Sinne eines Gesamtkunstwerks des Wiener Barocks vor Augen geführt. Die mit Stuck versehenen Räume des großen Bürgerhauses des 19. Jahrhunderts sind dafür perfekt geeignet. Denn wo sonst könnte dieser Kontrast zwischen dem im Krieg zerstörten und heute rasant sich veränderten neuen Berlin und dem eleganten, schönen und traditionellen Wien besser spürbar werden, als in Wiens prachtvollen neunten Bezirk?

Ort: Salon Österreich - Liechtensteinstraße 8 (II. Stock), 1090 Wien
Zeit: 10. bis 20. Dezember 2009 (12 - 18 Uhr)
Programm: 18.12., 18 Uhr im Salon Österreich: Apokalyptisches Denken und Strategie des Optionalismus - Zur Dialektik der Geschichte Österrreichs. Ein Gespräch zwischen Bazon Brock und Peter Weibel 

Positionen im Salon Österreich:
Silva Agostini 
Georg Barber (ATAK) 
Alexandra Baumgartner 
Olivia Berckemeyer 
Roland Boden 
Barbara Breitenfellner 
Fernando Bryce 
Thomas Chapman  
Martin Dammann 
Adib Fricke 
Roland Fuhrmann 
Axel Geis 
Gregor Hildebrandt 
Christian Hoischen 
Olaf Holzapfel 
Christian Jankowski 
Klaus Jörres 
Lisa Junghanß 
Michael Kalki 
Alicja Kwade 
Peter Langer 
Daniel Lergon 
Via Lewandowsky 
Marit Neeb 
Frank Nitsche 
Serkan Özkaya  
Antoine Prum 
Jenny Rosemeyer 
Michael Sailstorfer 
Thomas Scheibitz 
Michael Kunze  
Philip Topolovac 
Jorinde Voigt 
Markus Wirthmann 
Ralf Ziervogel

2008-08-16

Die William M.V. Kingsland Collection


"Stolen Art Uncovered. Is it Yours?" ("Gestohlene Kunst gefunden - Gehört sie Ihnen?") fragt das FBI seit Anfang dieser Woche auf seiner Homepage. Dort werden Dutzende Kunstwerke aufgelistet, von großen Namen wie Picasso, Giacometti, Toulouse-Lautrec, Schwitters und anderen mehr.

137 Kunstwerke umfasst die Liste mit Bildern und Skulpturen, die in einer New Yorker Wohnung gefunden worden waren. Nachdem das FBI nur wenige der rechtmäßigen Besitzer ausfindig machen konnte, entschloss sich die Behörde nun zur Veröffentlichung der Fotos. Der Fall begann schon im Jahr 2006, als der New Yorker "Privatgelehrte" William Milliken Vanderbilt Kingsland starb. Ein Testament gab es nicht. Die Abhandlung des Vermächtnisses übernahm die Stadt New York - und stieß dabei auf überraschende Schwierigkeiten.

Kingsland hatte als Wohnadresse die noble 5th Avenue in New York angegeben. Doch die Wohnung gab es nicht. Stattdessen führte die Spur in die - weit weniger noble - 72. Straße und das mit Kunstgegenständen vollgerammelte Apartment.
Außerdem stellte sich heraus, dass Kingsland nicht, wie bisher angenommen, die Eliteschule Groton und dann Harvard besucht hatte - und schon gar nicht mit einer französischen Adeligen verheiratet gewesen war. Und sein Name war auch nicht Kingsland.
Tatsächlich hieß der Mann Melvyn Kohn und war in der New Yorker Bronx aufgewachsen. Offenbar hatte er sich die neue Identität zugelegt, um von den Schönen und Reichen akzeptiert zu werden. Es gelang: Die Stadt kannte und schätzte ihn als kunstsinnigen Gentleman.

Wie sich herausstellte, dürfte der Kunstsammler obendrein recht eigenwillig gewesen sein: Die umgerechnet auf rund 670.000 Euro geschätzte Giacometti-Skulptur "Diegos Kopf" musste in Kingslands chaotischer Wohnung offenbar als Türstopper herhalten. Kingslands guter Ruf in NYC wog jedoch offenbar so schwer, dass sich die Verlassenschaftsverwalter nichts dabei dachten, die Kunstwerke in Ermangelung von irgendwelchen Erben schließlich versteigern zu lassen - und sich damit gewaltig blamierten.

Die Käufer der Kunstwerke recherchierten deren Geschichte und fanden prompt heraus, dass es sich um Diebesgut handelte. Die Auktionen wurden gestoppt und der Fall dem FBI übertragen. Doch die Aufgabe, die rechtmäßigen Besitzerder Kunstwerke zu finden, war schwieriger als gedacht. Die Kunst-Diebstähle liegen 40 Jahre und mehr zurück und der oder die Täter sind vermutlich schon tot - denn wie das FBI betont, ist keineswegs geklärt und in manchen Fällen sogar unwahrscheinlich, dass Kingsland selbst der Täter war. In der Wohnung des Verstorbenen wurden etwa Rechnungen über - allerdings eher unbedeutende Werke - von Auktionshäusern gefunden. Diese Kunstwerke hatte Kingsland also zweifelsfrei legal erworben. Von einigen anderen Kunstwerken konnte das FBI die rechtmäßigen Besitzer ausfindig machen.

FBI-Ermittler James Wynne erlebte jedoch auch dabei seine blauen Wunder: Wie er der "Herald Tribune" erzählte, fand er in einem Fall nach langen Ermittlungen den rechtmäßigen Erben eines der Bilder. Doch der zeigte sich alles andere als begeistert. Laut Wynnes Schilderungen verlangte der Mann ein E-Mail mit einem Foto des Bildes und wollte erst dann entscheiden, ob er Verwendung für das Kunstwerk hätte. In den meisten anderen Fällen verliefen die Spuren im Sand, wie auch bei der Giacometti-Skulptur.

Die Giacometti-Büste wurde zwar seit den 60er Jahren in Kunstkatalogen als verschollen und gestohlen aufgeführt - worauf diese Angabe beruht, lässt sich jedoch nicht mehr feststellen. Bei den anderen 136 Kunstgegenständen auf der FBI-Liste verhält es sich nicht anders. Aufgetaucht sind mittlerweile jedoch Erben von Kingsland. Wenn sich die rechtmäßigen Besitzer der Kunstwerke nun nicht melden sollten, können sich die vier Cousins und ein Onkel über einen erwarteten Auktionserlös von 2,4 Mio. USD freuen.

Link: International Herald Tribune