Posts mit dem Label Kunsthalle Wien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kunsthalle Wien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2010-05-04

Viennafair 2010

Von 5.-9. Mai findet wieder die Kunstmesse Viennafair 2010 im Messezentrum Wien, Halle A statt.

Vernissage Viennafair: 5. Mai ab 18.00
After-Vernissage-Party ab 21.30 in der Rinderhalle St.Marx, 1030 Wien

Die Viennafair gilt als wichtigste Kunstmesse für zeitgenössische Kunst in Österreich und macht mit zahlreichen Events und Parallelveranstaltungen Wien für eine Woche zum Kunstmekka. Die Kunstmesse setzt neben dem bereits eingeführten Fokus auf Mittel- und Osteuropa heuer auch auf den Themenschwerpunkt Film- und Videokunst.
So findet unter dem Titel "Borrowed Time" eine von Edek Bartz, dem künstlerischen Leiter der Viennafair, kuratierte Sonderausstellung statt. Die Intention der Ausstellung ist es, durch die Aneinanderreihung von Zitaten eine polyphone Struktur kurzer Sequenzen zu kreieren. Bartz hat aus diesem Grund für die Auswahl der präsentierten Film- und Videoarbeiten ganz bewusst private und öffentliche Sammlungen, wie beispielsweise die Pariser Sammlungen von Philippe Cohen und Isabelle und Conrad Lemaitre, die italienische Sammlung Joachim Rubner, die EVN-Sammlung und die Sammlung Essl ausgewählt, die unterschiedliche thematische und zeitliche Fokussierungen haben, um ein breitgefächertes Wahrnehmungsspektrum zu erzielen.
Der Viennafair ist es heuer gelungen, einen neuen Rekord an Teilnehmern aus Mittel- und Osteuropa zu erzielen. 33 Galerien sind vertreten, darunter auch erstmals 2 türkische Galerien. In den Jahren davor war die Zahl der Galerien aus der CEE-Region kontinuierlich zurückgegangen. Die Wirtschaftskrise machte dieser Region besonders zu schaffen. Wie in den Vorjahren ist auch dieses Mal Polen mit 9 Galerien am stärksten vertreten. lokal_30, Program und ZAK | Branicka sind bereits Stammgäste auf der Viennafair, zum zweiten Mal mit dabei sind Pies und Leto, neu kommen die Galerien Collectiva, Delikatesy, Piekary und Profile Foundation hinzu. Mit jeweils 5 Galerien sind Ungarn und Slowenien vertreten, aus der Slowakei nehmen die Galerien Feriancova Contemporay, Krokus, Photoport und Space an der Kunstmesse in Wien teil.

Aus Österreich sind nicht alle, aber dennoch wieder viele namhafte Galerien auf der Viennafair vertreten: u.a. Charim, Heike Curtze, Hilger, Insam, Galerie nächst St. Stephan, Krinzinger, Kargl, Knoll, Layr-Wuestenhagen, Elisabeth & Klaus Thoman, Andreas Huber, Michaela Stock.
So zeigt etwa die Galerie Hilger Arbeiten von Andreas Leikauf und Julie Monaco, Georg Kargl kommt mit Max Peintner, Knoll bringt wie bereits im Vorjahr Skulpturen von Tony Cragg mit, und Krinzinger unter anderen Arbeiten von Eva Schlegel. Die Salzburger Galerie Mario Mauroner zeigt u.a. Bruno Peinado und die Galerie nächst St. Stephan Katharina Grosse.

Performance Nite: Am Freitag, 7.5., ist die Viennafair erstmals bis 21 Uhr geöffnet. Ab 18 Uhr finden in der Halle A unter dem Motto "Performance Nite" Performances statt. Künstler zeigen an diesem Abend Live-Performances, die eigens für die Messe enwickelt worden sind.



2009-12-30

Tropicália: Die 60s in Brasilien - Kunsthalle Wien

Tropicália: Die 60s in Brasilien - Kunsthalle Wien (28.1. bis 2.5. 2010)
"Es geht darum, Farben, Strukturen, den Sinn für Poesie, Tanz, Worte und Photographie zu vereinen." (Hélio Oiticica).In seiner Arbeit wolle er das Delirium organisieren, sagte der verstorbene Künstler Hélio Oiticica, einer der Begründer der brasilianischen Tropicália-Bewegung. Ein Satz, der durchaus auch auf andere Protagonisten und Facetten dieser von wildem Denken, grellen Farbenspielen und extravaganten Konzepten geprägten Protestkunst anwendbar ist. Tropicália entstand aus dem Geist einer kritischen Aneignung von Kunst- und Modeströmungen aus der Ersten Welt, um ein Konzept, das aus Partikeln und Fragmenten kultureller Artefakte eine Art ästhetischen Meta-Brasilianismus konstruierte.

Tropicália formierte sich um die in hohen Maßen konzeptuellen Arbeiten der Künstler Lygia Clark und Hélio Oiticica und integrierte Musik (Caetano Veloso, Gilberto Gil), Film (Glauber Rocha) und Poesie (Augusto + Haroldo de Campos). Ohne explizit politisch im Sinne der orthodoxen Linken aufzutreten, richtete sich die vitale Energie, die Lust am schrillen Spektakel und die zunehmende Fokussierung auf eine partizipatorische Kunst vor allem gegen die bleierne Zeit des brasilianischen Militärregimes.
Die Ausstellung präsentiert einen historischen Querschnitt durch die Vielfalt des kurzen Sommers der künstlerischen Anarchie und zeigt den kreativen Impuls, der von Tropicália ausging, in Arbeiten zeitgenössischer brasilianischer Künstler wie Rivane Neuenschwander oder Ernesto Neto.

Künstler in der Ausstellung "Tropicália: Die 60s in Brasilien":  Artur Barrio, Augusto & Haroldo de Campos, Lygia Clark, Antonio Dias, Rubens Gerchman, Cao Guimarães, Nelson Leirner, Anna Maria Maiolino, Cildo Meireles, Ernesto Neto, Rivane Neuenschwander, Hélio Oiticica, Lygia Pape, Décio Pignatari, Glauber Rocha