2011-02-10

Mel Ramos in der Albertina

Die Albertina Wien widmet dem Pop-Art Künstler Mel Ramos mit "Girls, Candies & Comics" seine größte europäische Retrospektive. Anlass dieser Ausstellung von 18.Februar bis 29.Mai 2011 ist neben dem 75. Geburtstag von Mel Ramos im Jahr 2010 auch das mehr als 50-jährige Bestehen der Pop-Art-Bewegung.
Der repräsentative Querschnitt in der Albertina-Austellung durch das Lebenswerk von Mel Ramos umfasst hauptsächlich Gemälde, aber auch Entwurfsskizzen und Skulpturen. Alle Schaffensphasen sind in der Ramos-Schau in der Albertina mit Hauptwerken vertreten: frühe Gemälde, die sich mit figurativen Darstellungen vom Abstrakten Expressionismus ablösen, dann die Darstellungen von Comic-Helden und Wonder Women aus den 1960er Jahren, und selbstverständlich auch seine Commercial Pin-ups, mit denen Mel Ramos Ende der 60er Jahre berühmt wurde. Auf diesen in Öl gemalten Persiflagen auf die Markenwerbung lässt Mel Ramos schicke Pin-up-Girls sich lasziv an riesenhafte Colaflaschen, Zigarettenpackungen oder Käsewürfel schmiegen. Aber auch die Serie "A Salute to Art History", in der Mel Ramos Aktbilder klassischer Meister mit dem Sexappeal der Pop-Kultur auflädt, oder Bilder der kalifornischen Landschaft, die niemand Ramos zuordnen würde, werden in der Ausstellung in der Albertina präsentiert, und schließlich neueren Arbeiten wie die Serie Galatea sowie Exkurse in die Welt der Skulptur.

 Mel Ramos: Della Monty, 1971

2011-02-09

ARCOmadrid 2011


The international contemporary art fair ARCOmadrid is getting ready to celebrate its 30th anniversary and takes place from 16 -20 February 2011 in Madrid, Spain. The 25.000 visitors registered at the first edition of the art fair back in 1982 have increased manifold to the 148.000 who turned up for ARCOmadrid in 2010. Throughout these 30 years so far over 4 million people have passed through the turnstiles at the fair.

2011-02-03

Google Art Project - Virtueller Rundgang durch Museen

Mit dem neuen Google Art Project können Kunstliebhaber auf der ganzen Welt jetzt bequem von zu Hause aus eine neue Dimension des Museumsbesuchs erleben.


Derzeit sind Rundgänge in 17 Museen möglich, darunter das MoMA in New York, die Tate Modern in London, die Uffizien in Florenz oder das Van-Gogh-Museum in Amsterdam, 1061 Bilder von Kunstwerken in hoher Auflösung gibt es bislang im Google Art Project zu sehen.
Die 360-Grad-Ansichten der Kunstwerke wurden aus rund 6000 Panoramafotos erstellt. Insgesamt befinden sich Werke von 486 Künstlern aus der ganzen Welt im Google-Kunstprojekt.
Zudem hat jedes Museum ein Kunstwerk ausgewählt, das in besonders hoher Auflösung aufgenommen wurde - mit jeweils etwa 7 Milliarden Pixel. Dadurch kann man sogar Pinselführung und Patina der Bilder erkennen. Die Innenaufnahmen wurden mit einem speziellen Kamerawagen gemacht, der durch die Räume geschoben wurde.


Mit dem "Create an Artwork Collection"-Feature können sich Kunstliebhaber mit dem Google Art Project auch eine eigene Kunstsammlung aus den verfügbaren Werken zusammenstellen. Ähnlich den Museums-Angeboten im Internet oder für Smartphones bietet auch das "Google Art Project" weiterführende Informationen zu den Werken und Künstlern, Links zu YouTube-Videos, Audio-Touren durch die Räumlichkeiten und Infos zu den einzelnen Museen.

2011-01-28

Roy Lichtenstein - Black & White in der Albertina Wien

Die erste Ausstellung der Albertina Wien im Jahr 2011 ist dem Pop-Art-Künstler Roy Lichtenstein gewidmet. Die Ausstellung "Roy Lichtenstein - Black & White 1961 - 1968" zeigt von 28.1. bis 15.5.2011 eine Kombination von 59 Zeichnungen und 17 Gemälden des Künstlers.   

"Der Höhepunkt dieser Ausstellung ist ihre Existenz", meint Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder: "Die gezeigten Werke stammen aus der frühen Schaffensphase von Roy Lichtenstein und wurden so weltweit noch nie gezeigt."

80 Prozent der in der Albertina ausgestellten Lichtenstein-Zeichnungen stammen aus der Zeit von Lichtensteins künsterlischem  Durchbruchs im Jahr 1961. "Lichtenstein war fast 40 Jahre alt, als er in diesem Jahr sein legendäres Gemälde 'Look Mickey' malte", so Schröder. Erstmals übersetzte er damit einen Cartoon in das monumentale Format.
"Seither handelte es sich um keine traditionellen Stillleben, sondern um ein befreites Phathos von sinntriefender Kunst", so Schröder. "Denn Lichtenstein vollzog damals eine Wende weg von den subjektiven Zeichenstrichen hin zu einer Kunst, die geprägt ist von der industriellen Massendistribution."
In der Folge schuf Lichtenstein zwischen 1961 und 1968 etwa 70 stilistisch und thematisch völlig neuartige Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Parallel dazu entstanden Schwarz-Weiß-Gemälde, die vom Sujet her den Zeichnungen sehr nahe stehen. Allerdings stellen sie keine Vorstudien für die Leinwandwerke dar, sondern bilden eine unabhängige Werkgruppe.
"Dadurch veränderte der Künstler die Qualität und Aussage des Darstellungsgegenstandes", so Schröder. Neben Comicstrips dienten ihm dabei auch Illustrationen und Kleinanzeigen in Zeitungen, Alltagsgegenstände wie Türen, Golfbälle und Steaks als Vorlage.
Roy Lichtenstein, der heute gemeinsam mit Andy Warhol als wichtigster Vertreter der Pop-Art gilt, wurde 1923 in New York geboren. Im Sommer 1939 besuchte Lichtenstein die Kurse der Art Students League bei Reginald Marsh. Sein Vorbild in dieser Zeit war Pablo Picasso, dessen blaue und rosa Periode Lichtensteins frühe Werke stark beeinflussten. Von 1951 bis 1957 war er Zeichenlehrer an der Ohio State University in Cleveland. Erst um 1960 fand Lichtenstein zu seiner typischen Malweise. Ab 1990 entstanden zudem plastische Werke. Lichtenstein starb 1997 in New York.
Mit der Auflösung von "Low Art" und "High Art" in den 1960er Jahren wandelte sich zudem der Stellenwert der Koloristik: Die Farbe setzte in der Malerei keine Akzente mehr, sondern wurde zu einem kalkulierten Ausdrucksmittel.

"Der farbige Transformationsprozess findet bei Roy Lichtenstein in beide Richtungen statt - sowohl vom Farblichen in das Schwarz-Weiße als auch umgekehrt - und steht für einen radikalen Bruch mit der Tradition in seinem Werk", so Schröder.
Die Ausstellung in der Albertina ist laut Schröder so konzipiert, dass sie einer strengen chronologischen Linie folgt und Lichtensteins Schaffensprozess den Besuchern nachvollziehbar macht.

2011-01-21

VIP Art Fair: Die erste Online-Kunstmesse

Morgen öffnet die VIP Art Fair, die erste reine Online-Kunstmesse, auf vipartfair.com ihre virtuellen Pforten. "VIP" steht dabei  für "Viewing in Private".
140 Galerien aus aller Welt zeigen von 22. bis 30.1.2011 jeweils bis zu 20 Kunstwerke in virtuellen Messeständen. Mit dabei sind u.a. Galerien wie David Zwirner, Galerie Max Hetzler, White Cube, Gagosian sowie Hauser & Wirth, die auch die Inititatoren der VIP Art Fair waren.
Die VIP Art Fair ist in drei Bereiche unterteilt. In der Sektion VIP Premier sind 90 führende Galerien, die 15 bis 20 Arbeiten präsentierten. Im VIP Focus sind 23 Galerien, die jeweils acht Arbeiten eines einzigen Künstlers präsentieren, und schließlich im VIP Emerging zeigen 23 Galerien jeweils zehn Arbeiten aus den letzten zwei Jahren von jungen Künstlern. Zusätzlich werden Arbeiten in den ,,Private Rooms" der Galerien präsentiert. Sich auf der Messe umzuschauen, kostet nichts. Um die interaktiven Möglichkeiten zu nutzen und mit den Händlern via Instant Messaging, Skype oder Telefon in Kontakt zu treten, benötigen Besucher ein VIP-Ticket. Das VIP-Ticket kostet an den ersten beiden Tagen 100 USD für die gesamte Messe. Wer erst am dritten Tag einsteigt, ist mit 20 USD dabei.

2011-01-19

Save the Date: Gallery Weekend Berlin 2011

Gallery Weekend Berlin: Vom 29. April bis zum 1. Mai 2011 laden wieder zahlreiche führende Berliner Galerien zu einem Rundgang durch die bunte Kreativszene Berlins ein. Vier Tage lang haben Kunst- und Designliebhaber die Möglichkeit, exklusive Vernissagen zu besuchen und zeitgenössische Kunst zu entdecken.

2011-01-17

Art Innsbruck 2011

70 Aussteller präsentieren auf der Art Innsbruck 2011 (offizielle Bezeichnung "ART internationale messe für zeitgenössische kunst innsbruck") von 3. bis 6. Februar 2011 internationale bildende Kunst ab 1960: Gemälde, Graphiken, Skulpturen, Editionen, Photographie, Neue Medien, Multiples, Objekte und Installationen. Die kuratierte Schau Junger Kunst auf der Kunstmesse Art Innsbruck zeigt spannende neue Positionen als Kontrapunkt zur traditionellen Sonderschau mit bereits international etablierter Kunst.
Die Art Innsbruck hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1997 in einem interessanten, kunstinteressierten und kaufkräftigem Umfeld im Dreiländereck zwischen Italien, Deutschland und Schweiz etabliert und verzeichnet seit 15 Jahren anhaltenden Erfolg. Ein großer Anteil an Stammausstellern, 15.000 begeisterte Besucher und gute Verkäufe bilden die unverwechselbare Atmosphäre dieser Kunstmesse in Innsbruck, welche mittlerweile bei Galeristen, Künstlern und Besuchern schon legendär geworden ist.