2011-04-11

David Hockney am iPad

Der Pop Art-Künstler David Hockney hat bereits mehr als 400 Bilder auf dem iPhone und auf dem iPad gemalt. In der Ausstellung "Me Draw on iPad" im Luisiana-Museum bei Kopenhagen werden 120 dieser Bilder direkt auf Geräten von Apple ausgestellt und sind bis 28.8.2011 zu sehen: Stillleben, Landschaften, Porträts, Möbelstücke, alles, was sich zeichnen lässt, alles in leuchtenden Farben.

„Wer hätte gedacht, dass mir ein Telefon das Zeichnen wieder zurückbringt?“ fragt der David Hockney, einer der ganz großen und teuren Namen der Pop-Art-Ära, der zusammen mit US-Kollegen wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Robert Rauschenberg berühmt wurde. Auch im Louisiana-Museum hängt ein gigantisches Landschaftsgemälde von ihm, „A Closer Grand Canyon“, das etliche Millionen gekostet haben dürfte. Mit den Bildern vom iPhone und vom iPad verhält es sich ganz anders. Hockney sendet sie per eMail an Freunde, Kunstkritiker und auch Museen wie das Louisiana: „Wie andere auch, hab ich noch nicht rausgefunden, wie ich dafür bezahlt werden kann. Aber viele meiner Freunde freuen sich drüber, alles andere ist doch egal. Genießt einfach die Ausstellung.“

In einem komplett abgedunkelten Louisiana-Museumssaal hängen 20 iPads und 20 iPhones. Sie zeigen abwechselnd je 3 Hockney-Bilder. Die sehr kleinen iPhone-Zeichnungen werden außerdem stark vergrößert an die Wand projiziert. Gezeigt wird auch die Entstehung: Als Animation ist auf den iPhones und iPads zu sehen, wie der Maler mit seinem Stift auf dem Touchscreen vorgegangen ist. Hockney benutzt dabei eine iPad-App zum Zeichnen.

Begeistert ist Hockney vor allem über den simplen Arbeitsprozess mit dem iPad. Das sei besonders schön, wenn er im heimischen Bridlington morgens aufwache und einfach erstmal was zeichnen müsse: „Ich brauch keinen Pinsel mehr, und kein Glas Wasser. Alles zum Zeichnen ist schon da.“ Insbesondere die Schnelligkeit macht das Arbeiten mit dem iPad für Hockney attraktiv. Zudem besitzt das iPad eine Funktion, mit der sich Arbeitsabläufe als Animation anzeigen lassen: "Ich sehe genau, welche Pinselstriche ich gemacht habe, um die Zeichnungen zu schaffen", sagt Hockney. "Es ist ein Privileg, Kunstwerke mit Hilfe eines digitalen Werkzeugs zu schaffen, weil man sich so Wasser, Farben und das lästige Wegräumen erspart. Wissen Sie, manchmal werde ich so mitgerissen, dass ich mir am Ende die Finger abwische, weil ich denke, es wäre Farbe daran."

Über 400 Bilder sind bereits auf dem iPad und iPhone entstanden. Anschauen soll man die neue Kunstform nach Überzeugung des Künstlers nicht als Print, sondern auf denselben Geräten, auf denen sie produziert wurden: „Auf Papier würden sie das Wichtigste verlieren, nämlich ihre besonders Leuchtkraft.“ Während der Ausstellung „Me Draw on iPad“ will Hockney weiter neue Bilder produzieren und als Mail an die an der Louisiana-Wand hängenden Geräte schicken.

2011-04-04

Save the Date: Viennafair 2011

Viennafair 2011: The international contemporary art fair with focus on Central and South-Eastern Europe will take place from May 12 - May 15, 2011 at the Congress Center Vienna, Austria.

The unique position of the Viennafair with its successful focus on galleries from the countries of Central-Eastern and South-Eastern Europe will undergo a significant extension in 2011. An open zone within the fair will be available for initiatives and associations from the CEE region for project presentations and individual presentations.

In addition the Viennafair 2011 will extend its gaze beyond the focus region Eastern and South-Eastern Europe and will present galleries from other countries like, for instance, India, the Asian region, Northern Africa and South America. The appearance of the Viennafair itself will also undergo subtle changes reaching from its logo to its forms, flyers and advertising presence. The Austrian artist Gerwald Rockenschaub will re-design the central elements of communication in a number of artistic interventions.

The development of new markets needs an extensive information basis, also on the part of buyers and collectors. Thus the Viennafair, as in previous years, will offer a broad spectrum of background talks, didactic programmes and lectures for those interested in art. Also, art institutions from Austria and abroad will present their exhibition programmes and projects. In addition, a number of other programme focus points are offered at the fair such as the Performance Night, a video programme, as well as special didactic offers especially for art educators and young collectors like “The small ABC of Collecting Contemporary Art”.

2011-03-07

Viennafair 2011 - Kunstmesse in Wien

Viennafair 2011: Die internationale Messe für zeitgenössische Kunst mit Fokus auf Zentral- und Südosteuropa findet von 12. bis 15. Mai 2011 in der Messe Wien statt.

Die einzigartige Stellung der Viennafair mit ihrem Schwerpunkt auf Galerien aus den Ländern Zentralost- und Südosteuropas wird 2011 eine wichtige Erweiterung erfahren: Eine offene Zone im Rahmen des Messebereichs wird Initiativen und Vereinen aus dem CEE-Raum für Projektpräsentationen und Einzelschauen zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird die Viennafair 2011 Galerien aus weiteren Ländern präsentieren, wie z.B. aus Asien, Nordafrika und Südamerika. Drei Kuratoren aus der jungen Kunstszene werden diese Auswahl für die Viennafair 2011 zusammenstellen.

Der erweiterten Schwerpunktsetzung wird auch die Messearchitektur neu gestaltet. Der Architekt und Architekturtheoretiker Johannes Porsch wird gemeinsam mit den ausstellenden Galerien und Institutionen ein flexibles Standsystem erarbeiten, das die Kunstmesse als urbanes System definiert und neue Wege zwischen den Präsentationen der Galerien erschliesst.
Das Erscheinungsbild der Viennafair soll vom Logo bis hin zu den Drucksorten ebenfalls verändert werden. Der in Berlin lebende österreichische Künstler Gerwald Rockenschaub wird in einer Reihe von künstlerischen Interventionen die zentralen Elemente der Viennafair-Kommunikation neu gestalten.

Die Viennafair 2011 wird, wie schon in den letzten Jahren, ein breites Spektrum an Hintergrundgesprächen, Vermittlungsprogrammen und Vorträgen für Kunstinteressierte bieten. Ebenso werden Kunstinstitutionen aus dem In- und Ausland ihre Ausstellungsprogramme und Projekte präsentieren. Daneben gibt es mit der Perfomance Night und speziellen Angeboten für junge Sammler wie beispielsweise „The small ABC of Collecting Contemporary Art“ eine Reihe weiterer Programmschwerpunkte auf der Wiener Kunstmesse. Die bewährte ZONE1, wo Galerien auf jeweils 20 m² zu speziellen Konditionen Arbeiten junger Künstler präsentieren können, wird ebenfalls wieder Teil des Messeprogramms der Viennafair sein.

Mit einem speziell entwickelten Programm während der Kunstmesse wird die Viennafair wieder internationale Kunstsammler nach Wien bringen. Ein spezielles Programm mit dem Titel „The Vienna School of Collecting Theory“ wird Begegnungen mit wichtigen TheoretikerInnen, Lunch-Konversationen in der VIP-Lounge und Begegnungen mit Künstlern und Kuratoren ermöglichen.

2011-02-21

Banksy-Film: Oscar-Nominierung für Exit Through the Gift Shop

Exit Through The Gift Shop,der als Dokumentarfilm aufgemachte Film des britischen Street-Art Künstlers Banksy ist in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" für einen Oscar nominiert. Was die Oscar-Verleihung 2011 in der Nacht auf kommenden Montag (27.2.) sehr spannend macht. Denn für den Fall, dass Exit Through the Gift Shop den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewinnt: wer wird den Oscar entgegenehmen? Etwa Exit Through the Gift Shop - "Hauptdarsteller" Thierry „Mr. Brainwash“ Guetta? Oder ein oder gleich mehrere vermummte "Banksy-Darsteller"? Anyway, wenn der geniale Banksy-Film, der seit seinem Erscheinen im März 2010 schon für jede Menge Diskurs und Spekulationen gesorgt hat, den Dokumentarfilm-Oscar 2011 gewinnen sollte, dann wird das Banksy´s Ruf als "neuer Andy Warhol" wohl zementieren...

Amazon: DVD Banksy - Exit Through The Gift Shop (Limited Edition; inkl. deutscher Fassung)

FAZ: Graffitikünstler Banksy: Wer ist hier eigentlich gefälscht?
Exit Through The Gift Shop Website: Banksyfilm.com

ARWT: Interview with the Director
FastCompany: Here's Why the Banksy Movie Is a Banksy Prank 
Obey: Mr. Brainwash Life is Beautiful Exhibition
Fotos zur Life is Beautiful Exhibition

2011-02-20

BeatUpCreations: Altered Antique Plates

Spock Portrait Plate - Altered Antique Plate

Patti Smith Portrait Plate - Altered Antique Plate

Available at BeatUpCreations on Etsy

2011-02-14

Happy Valentine with Google

Happy Valentine's Day on Google! The search engine  exhibited a remodelled version of artist Robert Indiana's landmark piece of 1960s Pop Art as "Google Doodle". Don't forget to send that special someone a Valentine's Day Doodlegram with the Google Doodlegram Creator.


Robert Indiana "Love"

2011-02-10

Mel Ramos in der Albertina

Die Albertina Wien widmet dem Pop-Art Künstler Mel Ramos mit "Girls, Candies & Comics" seine größte europäische Retrospektive. Anlass dieser Ausstellung von 18.Februar bis 29.Mai 2011 ist neben dem 75. Geburtstag von Mel Ramos im Jahr 2010 auch das mehr als 50-jährige Bestehen der Pop-Art-Bewegung.
Der repräsentative Querschnitt in der Albertina-Austellung durch das Lebenswerk von Mel Ramos umfasst hauptsächlich Gemälde, aber auch Entwurfsskizzen und Skulpturen. Alle Schaffensphasen sind in der Ramos-Schau in der Albertina mit Hauptwerken vertreten: frühe Gemälde, die sich mit figurativen Darstellungen vom Abstrakten Expressionismus ablösen, dann die Darstellungen von Comic-Helden und Wonder Women aus den 1960er Jahren, und selbstverständlich auch seine Commercial Pin-ups, mit denen Mel Ramos Ende der 60er Jahre berühmt wurde. Auf diesen in Öl gemalten Persiflagen auf die Markenwerbung lässt Mel Ramos schicke Pin-up-Girls sich lasziv an riesenhafte Colaflaschen, Zigarettenpackungen oder Käsewürfel schmiegen. Aber auch die Serie "A Salute to Art History", in der Mel Ramos Aktbilder klassischer Meister mit dem Sexappeal der Pop-Kultur auflädt, oder Bilder der kalifornischen Landschaft, die niemand Ramos zuordnen würde, werden in der Ausstellung in der Albertina präsentiert, und schließlich neueren Arbeiten wie die Serie Galatea sowie Exkurse in die Welt der Skulptur.

 Mel Ramos: Della Monty, 1971