Die Art Basel Hong Kong 2026 findet vom 27. bis 29. März 2026 (mit Vorschautagen am 25. und 26. März) im Hong Kong Convention and Exhibition Centre (HKCEC) statt. Als führende Kunstmesse in Asien präsentiert sie rund 240 Galerien aus 41 Ländern und Gebieten. Highlights umfassen die Sektoren Encounters, Kabinett sowie die Premiere des Zero 10 Programms für digitale Kunst.
2026-03-18
2025-10-20
Art Basel Paris 2025
Die Art Basel Paris 2025 ist eine der wichtigsten Kunstmessen Europas und findet vom 24. bis 26. Oktober 2025 im historischen Grand Palais statt. Die zweite Ausgabe der Art Basel Paris zeigt 203 Galerien aus 40 Ländern. Über ein Drittel der teilnehmenden Galerien hat Standorte in Parisn- mit diesem starken Fokus auf Paris und einem ambitionierten öffentlichesn Programm will die Messe die kreative Kraft der Stadt widerspiegeln.
Die Art Basel Paris ist nach der Art Basel Miami Beach und der Art Basel Hongkong der dritte Ableger der in Basel stattfindenden Art Basel. Mit der Art Basel Qatar hat die Messe kürzlich einen weiteren Standort für Februar 2026 angekündigt. Alle 5 Art-Basel-Messen präsentieren moderne und zeitgenössische Kunst – von aufstrebenden Talenten bis zu internationalen Blue-Chip-Künstlern.
3 Messe-Sektoren bieten drei Perspektiven
Galeries: Die besten internationalen Galerien
Die Ausgabe 2025 gliedert sich in drei Hauptbereiche. Der Sektor "Galeries" versammelt mit prominenten Namen wie Thaddaeus Ropac oder Acquavella Galleries 177 der renommiertesten Galerien weltweit. Besonderes Augenmerk liegt auf Solopräsentationen – etwa von Simone Fattal, Sheila Hicks, Jasper Marsalis oder Evelyn Taocheng Wang - die aktuelle Positionen pointiert inszenieren. Neue Teilnehmer wie Crèvecœur (Paris), 47 Canal (New York) oder Stevenson (Kapstadt) bringen frischen Wind.
Emergence: Die junge Kunstszene
Der Sektor "Emergence" bietet eine Bühne für 16 junge Galerien und Künstler und Künstlerinnen.
Premise: Kunstgeschichte neu gedacht
"Premise" öffnet den Blick für kuratorisch eigenständige Konzepte mit älteren oder kaum bekannten Positionen. Zu sehen sind u.a. textile Arbeiten von Lee ShinJa (Tina Kim Gallery).
Abseits der Messe gibt es zahlreiche Ausstellungen:
Im Musée d'Orsay wird John Singer Sargent in den Pariser Jahren gewürdigt, im Louvre läuft eine Retrospektive zu Jacques-Louis David.
Die Fondation Louis Vuitton zeigt Gerhard Richter, das Musée d’Art Moderne George Condo.
Das Palais de Tokyo bietet mit seiner "American Season" zeitgenössische Impulse aus den USA.
2024-04-20
La Biennale di Venezia 2024
Vor diesem Hintergrund erhält der österreichische Beitrag besondere Relevanz: Im traditionsreichen Österreichischen Pavillon in den Giardini präsentiert die Konzeptkünstlerin Anna Jermolaewa eine ebenso persönliche wie politisch aufgeladene Ausstellung, die als eines der bemerkenswertesten Statements der Biennale 2024 gilt
Mit Anna Jermolaewa vertritt eine Künstlerin Österreich, deren Biografie eng mit den Themen Flucht und politischer Unterdrückung verknüpft ist. Die in Leningrad geborene und seit 1989 in Wien lebende Künstlerin floh einst selbst als politische Flüchtende aus der Sowjetunion nach Österreich. Ihre Arbeiten kreisen seit vielen Jahren um gesellschaftspolitische Fragestellungen, Machtstrukturen und die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens.
Für die Biennale 2024 entwickelte Jermolaewa – kuratiert von Gabriele Spindler – eine Ausstellung, die persönliche Erfahrungen mit universellen Symbolen des Widerstands verbindet. Die Installation umfasst fünf Werke, verteilt auf die vier Räume des Pavillons sowie den Innenhof. Im Zentrum steht dabei die vielbeachtete Arbeit „Rehearsal for Swan Lake", eine Video- und Performanceinstallation, die sich auf ein kulturhistorisch aufgeladenes Symbol der Sowjetzeit bezieht.
Besonders eindrucksvoll greift Jermolaewa in ihrer Hauptarbeit die historische Bedeutung von Tschaikowskys „Schwanensee“ im sowjetischen Fernsehen auf: Immer dann, wenn politische Umbrüche oder Machtwechsel bevorstanden, wurde das Ballett in Dauerschleife ausgestrahlt – ein unausgesprochener Code für gesellschaftliche Veränderung. Diese Referenz übersetzt die Künstlerin in eine zeitgenössische Reflexion über autoritäre Systeme, Hoffnung und Widerstand.
Die poetische Bildsprache des Balletts kontrastiert dabei bewusst mit der Schwere der politischen Thematik und schafft einen Spannungsraum zwischen Ästhetik und Protest.
Mit seinem Beitrag fügt sich Österreich nahtlos in das kuratorische Gesamtkonzept der Biennale ein, hebt sich jedoch durch eine besonders klare politische Handschrift hervor. Während viele Länder 2024 gesellschaftspolitische Themen verhandeln, gelingt es dem österreichischen Pavillon, diese nicht nur theoretisch, sondern aus gelebter Erfahrung heraus zu erzählen.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie zeitgenössische Kunst persönliche Biografie, historische Erinnerung und globale politische Entwicklungen miteinander verweben kann – und macht den Pavillon damit zu einem der inhaltlich stärksten Beiträge der diesjährigen Biennale.
Die Biennale Venedig 2024 beweist einmal mehr, dass Kunst heute weit mehr ist als ästhetische Inszenierung. Sie ist Reflexionsraum, Diskussionsplattform und politisches Statement zugleich. Gerade der österreichische Pavillon zeigt, wie kraftvoll Kunst gesellschaftliche Debatten aufnehmen und transformieren kann.
Mit Anna Jermolaewas eindringlicher Präsentation setzt Österreich 2024 ein starkes Zeichen: für Demokratie, Erinnerungskultur und die Freiheit künstlerischen Ausdrucks.
2022-08-08
Frieze Seoul 2022
In der koreanischen Hauptstadt Seoul findet von 2.-5. September 2022 erstmals die Frieze Seoul mit über 110 teilnehmenden Galerien im Messezentrum COEX statt. Die Frieze Seoul ist somit die erste Kunstmesse des Messeveranstalters Frieze im asiatischen Raum und zollt dem boomenden Kunstmarkt Koreas Rechnung.
Parallel zur Frieze Seoul findet ebenfalls im COEX die Kiaf Seoul (Korean International Art Fair), veranstaltet von der Galleries Association of Korea statt.
2022-04-25
La Biennale di Venezia 2022: Österreichischer Pavillon
Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl greifen die Gegebenheit des Österreichischen Pavillons auf, der durch einen Säulengang getrennt und gleichzeitig verbunden ist. Die zwei Haupträume tragen jeweils die Handschrift einer/eines der beiden KünstlerInnen. Die Einzelpositionen bleiben unterscheidbar und sind gleichzeitig miteinander im Austausch. te, illusionistische Raumsituation das Künstler*innenduo markiert.
Jakob Lena Knebls raumgreifende Installation entzieht sich eindeutigen Zuordnungen. Sie zeigt die Auseinandersetzung der Künstlerin mit den 1970er-Jahren und ihren gesellschaftspolitischen Themenfeldern sowie der Kunst- und Designgeschichte dieser Dekade und verweist auf deren starke Auswirkung auf das Jetzt. Hier spielen Identität und deren Transformationsmöglichkeiten, die Orte ihrer Inszenierung und Ausgrenzungsmechanismen eine zentrale Rolle. In ihrer Szenografie im Pavillon dominiert die Opulenz. Vor einer Sci-Fi-Landschaft, die sich über die gesamte Rückwand des Pavillons zieht, baut sich eine surreale Kulisse auf, die sowohl utopisch wie dystopisch wirkt. Sie ist von einem Stahlgerüst gerahmt, das von der Architektur des Centre Pompidou inspiriert wurde. Lebensgroße, hybride Skulpturen aus Keramik, Leder, Fiberglas, Textil und Stahl, welche die willkürliche Grenze zwischen Kunst und Design herausfordern, teilen den Ausstellungsraum zusammen mit den Besuchern. Dabei wird klassisches Handwerk mit Polyurethanguss nach digital erstellten und in 3D gedruckten Vorlagen verschränkt und verwoben.
Ashley Hans Scheirls Installation ist ein begehbares Selbstporträt als MalerIn. Ein roter, samtener Vorhang wird von der gemalten Hand der KünstlerIn beiseitegeschoben. Dahinter staffeln sich flache Kulissenelemente, die gleichzeitig die Schichten dieser aufgeklappten Malerei sind. Vom Eingang aus betrachtet, blicken von der hintersten Wand zwei ungleich große Augen mit einem ambivalenten Gefühlsausdruck. Darüber befindet sich ein weißer, langhaariger Schamhügel, aus dem ein überdimensionierter Schlauch in den Raum hängt. Er ejakuliert eine gelblich-durchsichtige „Flüssigkeit“ in den Raum, die unter dem Bogen einer Langhaarfrisur eine Pfütze hinterlassen hat. Von einem zotteligen Hügel ragen Panzerrohre in Richtung eines leuchtenden Goldbrockens und spucken dabei Medikamente aus. Ein wütend aufgerissener Mund schmückt eine Wohnzimmertapete aus den 1970er-Jahren. Dahinter durchbohrt ein Piercing-Ring einen als Wolke geformten Himmel. Drehen sich die Besucher um, sehensie hoch über dem Eingang einen gepolsterten Anus, der eine goldene Farbwurst in den Raum speit.
Die gemeinsame Installation der beiden KünstlerInnen ist von einer dynamischen Gegenüberstellung bzw. Verschränkung von verschiedenen, zueinander paradox anmutenden Räumlichkeiten, Stilen und piktogrammartigen Symbolen gekennzeichnet, die alle mit ihren jeweiligen Mitteln die Aufmerksamkeit der Besucher erhaschen wollen. Diese wiederum werden zu Protagonisten in diesem Stück und setzen die Szenerie mit ihren Körpern in Bewegung.
2019-10-14
Vienna Art Week 2019 - Programm

2019-10-02
Vienna Art Week 2019
