2010-04-27

Gallery Weekend Berlin - Termine & Events

Ein paar Termine zum Gallery Weekend Berlin (Quelle: Berliner Zeitung)

Bettina Allamoda: Die konzeptuell so raffinierte Künstlerin zeigt neue Skulpturen. Daneben ist Carsten Fock, längst mehr als ein Geheimtipp, mit seinen struppigen Arbeiten zu sehen. Wer die Galerie September versäumt, ist selbst schuld. Charlottenstraße 1 (Kreuzberg). Eröffnung 30. April, 18 Uhr. Bis 19. Juni, Di-Sa 12-18 Uhr.

Georg Baselitz: Gravuren der letzten 10 Jahre. Jordan/Seydoux, Auguststraße 22 (Mitte). Eröffnung 30. April, 16 Uhr. Bis 3. Juli, Di-Sa 12-18 Uhr. 1./2. Mai 10-19 Uhr.

Michael Buthe: Einst ein orientalischer Prinz aus Köln und ziemlich berühmt, ist es ruhig um den 1994 verstorbenen Künstler und seine märchenhaften Bilder geworden. Zeit, ihn wieder zu entdecken. Reception Berlin, Kurfürstenstraße 5 (Tiergarten). Eröffnung 30. April, 16 Uhr. Bis 12. Juni, Mi-Sa 11-18 Uhr.

Asta Gröting: Ein Rückblick auf die letzten 15 Jahre. Neuer Berliner Kunstverein, Chausseestraße 128/129. Eröffnung 30. April, 19 Uhr. Bis 13. Juni Di-So 12-18, Do bis 20 Uhr. Live-Performance täglich außer Di, 16-18 Uhr.

Damien Hirst: Der Superstar in Berlin, gemeinsam mit seinem Künstlerfreund Michael Joo. Haunch of Venison, Heidestraße 46 (Tiergarten). Eröffnung 30. April, 18 Uhr. Bis 14. August, Di-Sa 11-18 Uhr.

Christopher Lehmpfuhl: Der neoexpressive Maler hat von 2008 bis 2010 den Abriss des Palasts der Republik in 25 großen Bildern festgehalten. Ehem. Münze, Am Molkenmarkt 2 (Mitte). 29. April bis 2. Mai, 12-18 Uhr.

Jürgen Mayer H.: In Berlin hat er noch nicht so viel gebaut, dafür ist der Architekt draußen in der Welt ein Star mit seinen exaltiert schwingenden Gebäuden. Ein Universalgenie, denn er ist auch Künstler. Jetzt gemeinsam mit Liu Wentao zu sehen. Galerie Alexander Ochs, Sophienstraße 21 (Mitte). Eröffnung 30. April, 19 Uhr. Bis 12. Juni, Di-Sa 11-18 Uhr.

Monochrome Reflections: Tolle, kluge Ausstellung über Farbflächen und Spiegelungen in der aktuellen Konzeptkunst. Haubrokshows, Strausberger Platz 19 (Friedrichshain). Bis 12. Juni, Sa 12-18 Uhr. 1./2. Mai 12-18 Uhr.

Louise Nevelson/Ad Reinhardt: Ein Gipfeltreffen der Moderne. Galerie Aurel Scheibler, Charlottenstraße 2 (Mitte). Eröffnung 30. April, 18 Uhr. Bis 3. Juli, Di-Sa 11-18 Uhr.

Cornelia Schleime: "Wer aus mir trinkt, wird ein Reh" - unter diesem Titel zeigt die Malerin neue Bilder. Galerie Michael Schultz, Mommsenstraße 34 (Charlottenburg). Eröffnung 30. April, 19 Uhr. Bis 5. Juni, Di-Fr 10-19, Sa 10-14 Uhr.

H.N. Semjon: "Konstruktion der Moderne". Die fiktive Sammlung eines Berliner Kunstkenners. Schröderstraße 1 (Mitte). Eröffnung 29. April, 19 Uhr. Bis 24. Juli, Do/Fr 17-19, Sa 14-19 Uhr. 30. April, 1./2. Mai 14-19 Uhr.

Sunday: Wer schon seit geraumer den auffällige, kühne, schwarze Neubau am Rosa-Luxemburg-Platz bewundert, kann ihn jetzt auch von innen sehen. Unter dem Namen "Sunday" veranstalten 15 junge Galerien ihr eintägige Nebenveranstaltung zum Gallery Weekend. Mit dabei so spannende Akteure wie Rodeo aus Istanbul Lüttgenmaeijer aus Berlin. Linienstraße 40, 2. Mai, 12-19 Uhr.

Vorbesichtigung: Die Villa Grisebach zeigt zeitgenössische Werke ihrer Frühjahrsauktionen (4./5. Juni). Fasanenstraße 25 (Charlottenburg). 1. Mai 13-18, 2. Mai 11-16 Uhr.

Michel Würthle und Benjamin Katz: Zwei Legenden, der Paris-Bar-Wirt, der auch Künstler ist, und der Fotograf der Künstler. Bourouina Gallery, Charlottenstraße 1 (Kreuzberg). Eröffnung 29. April, 17 Uhr. Bis 19. Juni, Di-Sa 11-18 Uhr.

Mario Ybarra Jr.: Der Kalifornier wildert in der amerikanischen Popkultur und der Straßenkultur und gewinnt daraus hintergründig-lustige Bilder. Galerie Michael Janssen, Rudi-Dutschke-Straße 26 (Kreuzberg). Eröffnung 30. April, 18 Uhr. Bis 19. Juni, Di-Sa 11-18 Uhr. 1./2. Mai 10-19 Uhr.

Thomas Olbricht eröffnet parallel zum Gallery Weekend sein lang erwartetes Privatmuseum, das er "me Collectors Room" nennt. "Passion Fruits" heißt die erste Ausstellung. Terry Rodgers' Champagnerdame gibt einen Vorgeschmack darauf. Ab 1. Mai sind die Schauräume geöffnet. Auguststraße 68 (Mitte), Di-Sa 12-18 Uhr.

Jerry Berndt - Gallery Weekend Berlin

White Trash Contemporary / WTC und NOTO Berlin präsentieren Jerry Berndt - Nighttime zum Gallery Weekend Berlin: Vernissage am 29.4.2010, 19.00 im NOTO Restaurant und Bar, Torstrasse 173, Berlin.

Zwielicht, Halbwelt, Nachtleben. Jerry Berndt hat sich in seiner Künstlerkarriere immer wieder für Zustände der Dunkelheit interessiert. In einzigartigen Fotoreportagen über Bostons Rotlichtmilieu ("Combat Zone") oder Obdachlose ("Missing Persons") dokumentiert er die Schattenseiten der amerikanischen Gesellschaft. Aber er nutzt die Nacht auch als konzeptuellen Rahmen für seine "Nite Works", eine faszinierende Serie von Nachtaufnahmen in der menschenleeren Großstadt. Die kontrastreichen, brilliant komponierten Schwarzweißbilder von Häuserecken in Downtown, geschlossenen Ladenlokalen und beleuchteten Schaufenstern, aufgenommen mit langer Verschlusszeit nur mit vorhandenem Licht, stehen in der Tradition klassischer Fotokünstler wie Eugéne Atget und Brassai, aber auch amerikanischer Fotorealisten wie Walker Evans oder Lee Friedlander. Gleichzeitig belegen sie Jerry Berndts besondere Sensibilität für die sozialen und politischen Schwingungen der Situation. Egal ob er in Stripclubs mit Feingefühl und flinkem Finger am Auslöser auf Tuchfühlung mit Huren, Freiern und Zuhältern geht oder seine Mittelformatkamera in aller Ruhe in schummerigen Gassen auf eine triste Hausfassade richtet, seine Fotografien vermitteln auf magische Art die jeweilige Stimmung des Ortes. Dass Jerry Berndt als politischer Aktivist und Vietnam-Kriegsgegner in den sechziger Jahren vom FBI verfolgt, mit Berufsverbot belegt und damit zu seinen einsamen "Nachtschichten" quasi gezwungen wurde, verleiht den Bildern eine zusätzliche düstere Dimension.

"In seinen Nachtbildern sieht die Stadt aus wie eine leere Theaterbühne, bei der man nicht weiß, ob sie schon verlassen wurde von den echten Menschen oder noch auf sie wartet (...) Man sieht in diesen Bildern, dass das, was sie zeigen, kein unabwendbares Schicksal, sondern menschengemachtes Elend ist - und wenn es ein Kriterium gibt, das politische Fotografie unterscheidet vom melancholischen schwarzweißen Stimmungszeugs, das die Foto-Plakatshops füllt, dann ist es genau dieses", schreibt Niklas Maak über Jerry Berndts Werk in der FAZ.  Jerry Berndt (*1943 Milwaukee) hat sich als Dokumentarfotograf mit Reportagen über den Genozid in Ruanda, den Bürgerkrieg in Haiti und Obdachlose in Amerika einen Namen gemacht. Seine Fotos erscheinen in bedeutenden Publikationen in den USA und Europa, darunter die New York Times, Newsweek und Paris Match. Jerry Berndts Fotos sind in den Sammlungen von Museen, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Museum of Fine Arts in Boston und die Bibliotheque National in Paris, sowie in der Sammlung von Elton John vertreten.

2010-04-26

art austria 2010

Von 26. bis 30. Mai 2010 findet wieder die art austria im und vor dem Museumsquartier Wien statt. Wie gehabt liegt der Schwerpunkt der art austria auf österreichischer Kunst des 20. Jahrhunderts.
Zu sehen: gut abgehangenes von u.a. Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Alfred Hrdlicka, Bruno Gironcoli, Franz West, Max Weiler, Hermann Nitsch, Markus Prachensky etc. sowie Neues & Interessantes wie zB Herbert Soltys (Galerie Zimmermann Kratochwill) oder Tanja Boukal und Urban Grünfelder (Galerie Peithner-Lichtenfels).

2010-04-25

Daniel Kroh - ReCLOTHINGS

Eben auf der "Modepalast" - Messe in Wien entdeckt: Die ReCLOTHINGS von Daniel Kroh. Unfassbar genial geschnittene Sakkos, Jacken etc., gefertigt aus getragener Arbeitskleidung. Jedes Teil ein Unikat und so ein tragbares Kunstwerk mit individueller Vergangenheit! Daniel Kroh, gelernter Schneider und studierter Modedesigner in Berlin, entwickelt aus gebrauchter Arbeitsbekleidung Fashiondesign. Was für die Arbeitswelt nicht mehr zu gebrauchen ist, wird Mode!

Daniel Kroh im Interview auf Tschilp: "Nach der Reinigung der Stoffe wähle ich die Filetstücke aus, um die Gebrauchsspuren in einen komplett neuen Kontext zu stellen und so dem Ganzen eine Eleganz zu geben. Die handwerkliche Verarbeitung spielt hierbei eine wichtige Rolle Man darf sich das wie ein großes Puzzle vorstellen: Es kann zum Beispiel passieren, dass eine neue Jacke aus 10 alten Latzhosen entsteht. Jedes ReClothing ist ein Unikat und für mich auch eine Art tragbare, textile Collage. Letztendlich entscheidet der Kunde und Betrachter über das Alleinstellungsmerkmal."
Die Philosophie des ReCLOTHINGS von Daniel Kroh kombiniert mit Respekt und Leichtigkeit die extrem strapazierbaren Stoffe der Berufskleidung von Handwerkern wie Zimmermännern, Malern, Glasern, mit den Zeugnissen ihrer Arbeit: den Gebrauchsspuren. Der Glaser, der die Fensterscheiben auf den Oberschenkeln absetzt und somit feine Schlisse erzeugt. Der Maler, der ein Kunstwerk auf seiner Latzhose schafft. Auf der Kleidung des Schweißers sprühen die Funken. Diese Augenblicke, diese Spuren, wird in den Designs von Daniel Kroh erhalten.

Daniel Kroh im O-Ton auf Tschilp:
Ich hab noch einen Koffer in Wien - Daniel Kroh beantwortet 8 Fragen

2010-04-18

Jörg Döring bei 30works Galerie Köln

Sein Ruf als "Deutschlands kreativster Pop-Artist" eilt ihm voraus. Mit seiner Ausstellung "Bad Girls & Good Guys" stellte der Pop-Art Künstler Jörg Döring dieses Prädikat auf beeindruckende Weise unter Beweis. Über 100 Gäste kamen zum Vernissageabend der 30works Galerie in Köln und waren von Jörg Döring und seiner Pop-Art nachhaltig beeindruckt. Wer mochte - und viele Besucher mochten - konnte sich an diesem Abend sein ganz persönliches und signiertes MugShot (Fahndungsfoto) im Stil amerikanischer Police Departments sichern. Zahlreiche, erstmals ausgestellte Unikate und Serigraphien sorgten für eine fulminante Ausstellungseröffnung und eine mitreissende WDR-Reportage.

2010-04-13

Neo Rauch: Ausstellungen in Leipzig und München

Neo Rauch (*1960 in Leipzig) zählt zu den außergewöhnlichsten und am meisten diskutierten internationalen Künstlern seiner Generation. Sein unverwechselbares Werk trägt surreale Züge und führt die Geschichte der gegenständlichen Malerei im 20. Jahrhundert, die mit Max Beckmann und Francis Bacon zentrale Orientierungsfiguren gefunden hat, in die Gegenwart fort. Die Parallelität der beiden Ausstellungen in der Pinakothek der Moderne in München und im Museum der bildenden Künste in Leipzig gibt den Besuchern nicht nur einen umfangreicheren Einblick in das Werk von Neo Rauch, sondern ermöglicht ihm durch zwei differenzierte kuratorische Handschriften auch unterschiedliche Blickweisen auf die Arbeiten von Neo Rauch. Es werden insgesamt in jedem Museum ca. 60 Werke zu sehen sein. Zu den Ausstellungen wird im Hatje Cantz Verlag ein etwa 340 Seiten umfassender Katalog erscheinen.

Museum der bildenden Künste Leipzig, Eröffnung: Sonntag, 18. April 2010, 11 Uhr, Dauer der Ausstellung: 18. April - 15. August 2010
Pinakothek der Moderne, München, Eröffnung: Montag, 19. April 2010, 20 Uhr, Dauer der Ausstellung: 20. April - 15. August 2010

2010-04-11

Liu Bolin at Eli Klein Fine Art NYC

Eli Klein Fine Art presents Liu Bolin's second solo exhibition at the gallery in New York City (April 30 - June 4, 2010), the show features his new photography and sculpture.

Since Liu Bolin was first exhibited at Eli Klein Fine Art in 2007, the artist's popularity has exploded in the international arena. His message of political protest is understood throughout the world and bridges gaps in language and culture. Discussions of his works have been the subject of emails, blogs, magazine and journal articles on a massive scale.
Liu Bolin's earlier Hiding in the City photography series, in which he paints himself into the urban landscape, was inspired by the Chinese government's demolition of the Suo Jiacun Artist Village in Beijing in 2006. He drew attention to great landmarks in China, both old and modern, while highlighting the lack of recognition which was paid to the citizens that built them. He portrayed the tragedy of the increasing insignificance of the individual in China as the government focused on presenting a modern commercial and industrial image. Rather than trying to fight, people attempted to hide and adapt to these forced changes.

Conversely, Liu Bolin's newest sculptures rejoice in the new hope he has for humanity. His Burning Man and Burning Man Obama represent people's anger and the subsequent desire for change in society. He celebrates people like President Obama who are "on fire," unwilling to accept the world as it is today and trying to stand up for the true needs and concerns of the people.
Born in China's Shandong province in 1973, Liu Bolin earned his Bachelor of Fine Arts from the Shandong College of Arts and his Master of Fine Arts from the Central Academy of Fine Arts in Beijing. His work has been exhibited throughout the world, including at the Today Art Museum in Beijing, the Museum on the Seam in Israel, the Berkshire Museum in Massachusetts, the Seoul Art Museum in Korea, and the Chicago Cultural Center in the United States.