Die Frieze Los Angeles (29. Februar - 3. März 2024) zeigte exemplarisch, wie stark sich Kunstmessen als Plattformen für Marken, Medien und neue Zielgruppen entwickelt haben.
Die Frieze Los Angeles wurde zunehmend zur Bühne für Luxusmarken, die gezielt das kunstaffine Publikum ansprechen. Kooperationen und Produktplatzierungen machten die Messe zu einem wichtigen Marketinginstrument. Die Messe blieb zugleich ein Ort für innovative künstlerische Ansätze: Installationen, performative Arbeiten und interdisziplinäre Projekte. Diese Mischung aus Experiment und Inszenierung ist charakteristisch für den Standort. Ein wesentlicher Faktor ist die enge Verbindung zur kreativen Industrie von Los Angeles – von Film bis Design. Diese Verflechtung verleiht der Messe ein eigenes, weniger formales Profil. Fazit: Frieze Los Angeles steht für die Verschmelzung von Kunstmarkt, Popkultur und Markenwelt – mit hoher Reichweite und experimenteller Dynamik.
2024-03-04
Frieze Los Angeles 2024: Kunst, Lifestyle und Markenstrategien
2022-08-08
Frieze Seoul 2022
In der koreanischen Hauptstadt Seoul findet von 2.-5. September 2022 erstmals die Frieze Seoul mit über 110 teilnehmenden Galerien im Messezentrum COEX statt. Die Frieze Seoul ist somit die erste Kunstmesse des Messeveranstalters Frieze im asiatischen Raum und zollt dem boomenden Kunstmarkt Koreas Rechnung.
Parallel zur Frieze Seoul findet ebenfalls im COEX die Kiaf Seoul (Korean International Art Fair), veranstaltet von der Galleries Association of Korea statt.
2022-04-25
La Biennale di Venezia 2022: Österreichischer Pavillon
Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl greifen die Gegebenheit des Österreichischen Pavillons auf, der durch einen Säulengang getrennt und gleichzeitig verbunden ist. Die zwei Haupträume tragen jeweils die Handschrift einer/eines der beiden KünstlerInnen. Die Einzelpositionen bleiben unterscheidbar und sind gleichzeitig miteinander im Austausch. te, illusionistische Raumsituation das Künstler*innenduo markiert.
Jakob Lena Knebls raumgreifende Installation entzieht sich eindeutigen Zuordnungen. Sie zeigt die Auseinandersetzung der Künstlerin mit den 1970er-Jahren und ihren gesellschaftspolitischen Themenfeldern sowie der Kunst- und Designgeschichte dieser Dekade und verweist auf deren starke Auswirkung auf das Jetzt. Hier spielen Identität und deren Transformationsmöglichkeiten, die Orte ihrer Inszenierung und Ausgrenzungsmechanismen eine zentrale Rolle. In ihrer Szenografie im Pavillon dominiert die Opulenz. Vor einer Sci-Fi-Landschaft, die sich über die gesamte Rückwand des Pavillons zieht, baut sich eine surreale Kulisse auf, die sowohl utopisch wie dystopisch wirkt. Sie ist von einem Stahlgerüst gerahmt, das von der Architektur des Centre Pompidou inspiriert wurde. Lebensgroße, hybride Skulpturen aus Keramik, Leder, Fiberglas, Textil und Stahl, welche die willkürliche Grenze zwischen Kunst und Design herausfordern, teilen den Ausstellungsraum zusammen mit den Besuchern. Dabei wird klassisches Handwerk mit Polyurethanguss nach digital erstellten und in 3D gedruckten Vorlagen verschränkt und verwoben.
Ashley Hans Scheirls Installation ist ein begehbares Selbstporträt als MalerIn. Ein roter, samtener Vorhang wird von der gemalten Hand der KünstlerIn beiseitegeschoben. Dahinter staffeln sich flache Kulissenelemente, die gleichzeitig die Schichten dieser aufgeklappten Malerei sind. Vom Eingang aus betrachtet, blicken von der hintersten Wand zwei ungleich große Augen mit einem ambivalenten Gefühlsausdruck. Darüber befindet sich ein weißer, langhaariger Schamhügel, aus dem ein überdimensionierter Schlauch in den Raum hängt. Er ejakuliert eine gelblich-durchsichtige „Flüssigkeit“ in den Raum, die unter dem Bogen einer Langhaarfrisur eine Pfütze hinterlassen hat. Von einem zotteligen Hügel ragen Panzerrohre in Richtung eines leuchtenden Goldbrockens und spucken dabei Medikamente aus. Ein wütend aufgerissener Mund schmückt eine Wohnzimmertapete aus den 1970er-Jahren. Dahinter durchbohrt ein Piercing-Ring einen als Wolke geformten Himmel. Drehen sich die Besucher um, sehensie hoch über dem Eingang einen gepolsterten Anus, der eine goldene Farbwurst in den Raum speit.
Die gemeinsame Installation der beiden KünstlerInnen ist von einer dynamischen Gegenüberstellung bzw. Verschränkung von verschiedenen, zueinander paradox anmutenden Räumlichkeiten, Stilen und piktogrammartigen Symbolen gekennzeichnet, die alle mit ihren jeweiligen Mitteln die Aufmerksamkeit der Besucher erhaschen wollen. Diese wiederum werden zu Protagonisten in diesem Stück und setzen die Szenerie mit ihren Körpern in Bewegung.
2019-10-14
Vienna Art Week 2019 - Programm

2019-10-02
Vienna Art Week 2019

2019-09-12
Art Basel Miami Beach 2019 - Gallery Lineup
Art Basel announced the 269 leading international galleries selected for its 2019 edition in Miami Beach this December.
As the premier art fair of the Americas, more than half of the exhibitors have exhibition spaces in North and South America, providing a unique overview of the art scenes within the region. 13 galleries from the Americas are participating in the fair for the first time: Barro Arte Contemporáneo from Buenos Aires; Document, moniquemeloche, and Mariane Ibrahim Gallery from Chicago; M+B and Parker Gallery from Los Angeles; Nicelle Beauchene Gallery, Company Gallery and Karma from New York; Galería Agustina Ferreyra from Mexico City; Central Fine from Miami Beach; Cooper Cole from Toronto; and Catriona Jeffries from Vancouver.
Given the fair's global focus, the list of exhibitors includes galleries from 33 countries and territories spanning five continents, with a particularly strong lineup of galleries and artists from Asia. New entries to the fair from the region include 10 Chancery Lane Gallery from Hong Kong, Magician Space from Beijing, and ROH Projects from Jakarta, while Hanart TZ Gallery from Hong Kong participates for the first time in the Galleries sector. In addition, Taka Ishii Gallery from Tokyo and Edouard Malingue Gallery with exhibition spaces in Hong Kong and Shanghai both return to the fair after a hiatus.
Art Basel Miami Beach takes place from December 5 to December 8, 2019 at the Miami Beach Convention Center (MBCC).
2019-09-02
curated by Vienna 2019
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| curated by Vienna / Wien 2019 |
Das Motto der curated by Vienna 2019 lautet "Circulation": „Heute sprechen wir von Geldverkehr, globaler Warenwirtschaft, von zirkulierenden Daten, Zeichen, Bildern und Diskursen, von der Zirkulation des kulturellen Kapitals. Alles zirkuliert, aber wenn es dort wieder ankommt, wo es seinen Ausgangspunkt genommen hat, ist es nicht mehr dasselbe. Es hat sich vielmehr angereichert mit Neuem oder an Substanz verloren, seine Semantik verändert, seine Argumente haben sich verbraucht oder wurden durch andere ersetzt. Heute begegnen uns weniger reine Ideen als ihre Transmutationen durch verschiedene Rückkoppelungseffekte.“ (Vanessa Joan Müller, Kuratorin / Kunsthalle Wien)

